Sonntag, 16. Januar 2011

Jahresrückblick

Hallo meine Lieben,

ich weiß, ich hänge etwas zurück mit meinen Reisereporten, aber die werden hier auf jeden Fall als Nachtrag noch erscheinen. Als erstes möchte ich heute aber einen Jahresrückblick für 2010 geben. Es war ein sehr turbulentes Jahr mit vielen (!) Reisen, rund um die Welt (?). :-)

Fangen wir gleich am Anfang an:

Den Jahreswechsel haben Freunde und ich in Stockholm, Schweden, verbracht. Eine tolle Stadt, auch wenn es sehr kalt war, haben wir viel unternehmen und das Feuerwerk zum Jahresstart war einsame Spitze. ;-)

Hier ein paar Bilder von Stockholm:



Um keine große Langeweile aufkommen zu lassen, ging es im Februar gleich weiter nach Indonesien, genauer gesagt fast zwei Wochen Bali. *grins* In der ersten Woche fand ein Workshop mit unseren Teilnehmern statt, danach waren vier Tage Urlaub angesagt, um dann einen kurzen Abstecher nach Medan, Nordsumatra, zu machen. Bali ist eine schöne Insel. Auch wenn es hier immer mehr Orte gibt, an denen sich zu viele Touristen tümmeln, hat es doch immer noch seinen Charme. Besonders der Wassertempel Tanah Lot ist sehr sehenswert. Im Norden von Bali besteht zudem die Möglichkeit im Morgengrauen Delphine auf offener See zu beobachten.




Nach einer kleinen Pause, von etwa vier Monaten, in denen ich "nur" in Deutschland unterwegs war, ging es im Juli dann zuerst für eine Woche nach Malang, Indonesien und gleich im Anschluss in meinen Jahresurlaub nach Hongkong.

Malang ist eine schöne Stadt in Ostjava, gut zu erreichen über Surabaya, wenn man aus Deutschland kommt. Besonders interessant dort ist der Vulkan Bromo. Leider war uns ein Sonnenaufgang verwehrt geblieben, dafür waren die Fahrt und der Aufstieg zum eigentlichen Vulkan ein super Abenteuer. Die Fahrt ging über Straßen, die nicht mehr als Straßen zu bezeichnen waren, über einige Berge durch ein Tal, direkt zum Vulkan. Dort mussten wir dann noch einmal einen sehr steilen Weg hinauf gehen. Da wir an dem Morgen noch kein Frühstück hatten und schon die gesamte Nacht auf den Beinen, bin ich nicht bis nach ganz oben auf die Spitze gegangen. Was auch gut war, denn dort oben war der Schwefelgeruch sehr intensiv.



In der Woche in Malang haben wir uns zudem einige alte Tempel angeschaut. Die Umgebung um Malang herum ist noch sehr ursprünglich und es gibt kaum Touristen dort.

In Hongkong sieht es dagegen total anders aus. Wolkenkratzer wohin das Auge reicht. Jeden Abend um 8 Uhr gibt es eine Lasershow über den Wolkenkratzern. Im August ist es in Hongkong sehr heiß und schwül, so dass es ratsam ist, viel am Abend zu unternehmen.





Es macht immer wieder Spaß durch die Straßenschluchten zu wandern, da immer wieder etwas Neues zu entdecken ist. Neben den Betonbauten gibt es auch, man glaubt es kaum, einige sehr schön angelegte Parks, dazu auch weitläufige baumbewachsene Berge. So sind besonders der Freiluftbuddha und der Oceanpark sehr schön im Grünen platziert. Im Oceanpark kann man neben der Delphinshow auch die Ankunft neuer Frachter im Hafen beobachten, da man eine tolle Aussicht auf den Hafen hat.

Wer gerne Shoppen und Kino verbindet, findet in fast jedem Einkaufszentrum, alles was das Herz begehrt und jede größere Shoppingmall ist auch gleich mit einem Kino ausgestattet, so dass man ab morgens um 9 Uhr auch ins Kino gehen kann.




 

Ganz überraschend hat sich dann im Oktober ein kleiner Businesstrip zur ITworldEdu nach Barcelona ergeben. Da die Konferenz im Vordergrund stand und ich leider "nur" 4 Tage unterwegs war, bot sich nur ein Nachmittag zur genaueren Erkundung der Stadt an. Barça hat eine wunderschöne Altstadt und ist besonders im Oktober für eine Stadterkundung geeignet, da die Temperaturen noch sehr warm, aber nicht zu warm sind. :-)

Hier ein paar Fotos der Stadt (welche Lust auf mehr machen):









 

Das Jahr ist fast vorbei, aber es stehen noch zwei Reisen aus.

Im November hieß es dann für mich, auf nach Indonesien, denn alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Nur es war mein insgesamt vierter Aufenthalt dort und die 4 ist im chinesischen Gebrauch eine Unglückszahl. Das hat mich irgendwie verfolgt. Zuerst wurden meine Flüge umgebucht, zum Glück nicht komplett gecancelt, da der Merapi, der aktivste Vulkan der Welt, mal wieder meinte, rumspucken zu müssen. ;-)

Dadurch hieß es für mich und drei weitere Konferenzteilnehmer mit dem Auto von Jakarta nach Bandung, eine etwa 4 stündige Fahrt. Ankunft in Bandung etwa gegen 10 Uhr abends. Nach einem 40 Stundentrip freute ich mich da schon sehr auf mein Bett und wollte nur noch ausschlafen, leider ging der Bus am nächsten Morgen schon um 07:30 Uhr zur Konferenz. Dank genügend Adrenalin im Blut, ich wusste ja noch nicht, wann meine Präsentation stattfinden sollte, war ich dann auch schon um 5 Uhr wach.

Gut ich hatte noch etwas mehr Zeit und war erst am zweiten Tag dran. Bis dahin lief alles super. Nette Teilnehmer bei der Konferenz und sogar ein paar bekannte Gesichter habe ich getroffen. Ja, so langsam baue ich mir einen großen Bekanntenkreis dort auf ;-).

Konferenzbeitrag lief einigermaßen gut und danach war ich dann auch mehr als glücklich, das Anstrengendste der Reise war erledigt, der Rest sollte ein Klacks werden. Am dritten Tag war dann Sightseeing angesagt u.a. wieder ein Vulkan, genaueres ist hier im Blog unter Bandung zu lesen.

Nach Bandung waren dann noch zwei Wochen Medan angesagt, da hier der letzte Workshop für dieses Jahr stattgefunden hat. Als Höhepunkt in Medan ist der Besuch der Orang-Utan-Auffangstation zu nennen, einen genauen Bericht findet ihr hier im Blog.

Und schon ist es Dezember, Weihnachten ist ganz nah und ich bin dieses Mal nicht wie sonst nach Hause gefahren, sondern nach Irland. *grins*

Es sollte ein schöner entspannter Urlaub werden. Leider hat keiner mit dem Wetter hier in Deutschland und schon gar nicht mit dem Wintereinbruch in Irland gerechnet. Wie heißt es da so schön: Vom Regen in die Traufe.

Ich hat am Heiligabend in Dublin nach 3 Stunden Verspätung und einer Stunde warten auf das Gepäck, -10°C und 15 cm Neuschnee erwartet.

Unter den Bedingungen macht es dann besonders Spaß einmal quer durchs Land von Ost nach West zu fahren. ;-) Ich war überaus glücklich in Newmarket-on-Fergus heil angekommen zu sein. Dort herrschten dann "nur" noch -10°C. Am nächsten Morgen dann ein Bild, das man so in Irland nicht sehr oft sieht:





Zum Glück wurde es dann am dritten und vierten Tag immer wärmer und dann lagen die Temperaturen bei etwa 9°C. So lohnte sich der Besuch der Cliffs of Moher besonders und auch die Burren an sich hatten sehr viel zu bieten. (genaueres in einem ausführlichen Bericht, der demnächst folgt)

Eine kleine statistische Übersicht zum Abschluss:

Anzahl der Flüge insgesamt: 25

Flugkilometer insgesamt: 84809

Fotos insgesamt: 7089