Dienstag, 7. September 2010

Malang/Indonesien


Am 22.07.2010 war es wieder so weit. Für mich hieß es, Workshop in Indonesien. Dieses Mal ging es nach Malang.

Malang ist eine Stadt im Osten Javas in Indonesien gelegen. Da es in Malang keinen internationalen Flughafen gibt, sind wir, meine Kollegin und ich, am 23.07.2010 in Surabaya gelandet. Die Passkontrolle und der Erhalt des Visums hat sich dieses Mal als aufwendig erwiesen, da von jedem Einreisenden die Fingerabdrücke genommen und ein Foto gemacht wurde.

Unser Glück war, dass wir von Surabaya abgeholt und nach Malang gefahren wurden. Da wir einen langen Flug hinter uns hatten, waren wir dementsprechend sehr müde. Nach zwei Stunden Fahrt sind wir in unserem Hotel in Malang angekommen.

Am Nachmittag fand eine kurze Besprechung mit den Organisatoren vor Ort statt, um die kommende Woche zu planen. Danach hatten wir Zeit uns von der Anreise auszuruhen.

Am nächsten Morgen stand ein wenig Sightseeing auf dem Plan. Zuerst sind wir zu einem Startpunkt für Paragliding gefahren. Von dort hatten wir eine tolle Aussicht auf die Umgebung. Uns wurde auch angeboten, selbst einen Flug zu unternehmen, aber wir haben aus Zeitgründen dankend abgelehnt.



Im Anschluss daran sind wir zu einem der höchsten Wasserfälle der Gegend gefahren. Etwa 50 Meter hoch und in einer herrlichen Umgebung. Das Wasser war angenehm kühl.




Danach ging es zum Mittagessen in einen Warung. Dort hatten die Betreiber große Koi-Teiche angelegt, an die man sich setzen und die Fische füttern konnte. Passend zum Thema stand besonders Fisch auf dem Speiseplan, zum Glück jedoch kein Koi. :-)




Das Essen in Indonesien ist immer wieder ein Erlebnis. Es werden jeden Mal unzählige Speisen auf den Tisch gestellt. In diesem Fall gab es ca. 5 Sorten Fisch, dazu Gemüse und Reis. Eines darf natürlich nie auf dem Tisch fehlen: Sambal.

Nach dem Mittagessen haben wir dann eine heiße Quelle direkt im Regenwald besucht. Diese wird von den Einheimischen als Schwimmbad genutzt und Naherholungsgebiet genutzt.

Nach unserer Rückkehr zum Hotel sind wir zu einem kleinen Spaziergang in die Stadt aufgebrochen. Wir haben uns dort eines der örtlichen Einkaufszentren angeschaut und ein wenig im Supermarkt für den nächsten Ausflug eingekauft.

Wieder zurück im Hotel hieß es ausruhen, da für die Nacht ein Ausflug zum Mt. Bromo geplant war.

Um etwa 23:30 Uhr sind wir in der Nacht von 24. zum 25.07. in Richtung Mt. Bromo aufgebrochen. Unterwegs haben wir einige der Teilnehmer von bestimmten Treffpunkten abgeholt. Unterwegs waren wir mit zwei kleinen Bussen. Das Autofahren ist in Indonesien ebenfalls abenteuerlich, da es nur für den Fahrer und Beifahrer Sicherheitsgurte gibt und der Rest relativ ungesichert mitfährt.

Auf dem Weg zum Mt. Bromo hatten wir mitten in der Nacht eine Autopanne. Am zweiten Bus ist ein Reifen geplatzt. Mit Hilfe einiger Teilnehmer konnte dieser relativ schnell gewechselt werden und danach konnten wir alle unsere Fahrt fortsetzen.

Am ersten Haltepunkt hieß es für alle in Jeeps umsteigen, da die Busse den restlichen Weg nicht bewältigen konnten. Die Temperaturen vor Ort, waren sehr untypisch für Indonesien. Es war kalt und es fing langsam an zu regnen.

Nach dem wir nun in Jeeps umgestiegen waren, jeweils sechs Personen plus Fahrer ging es den restlichen Weg rauf in Richtung Aussichtsplattform. In den Jeeps wurde man richtig durchgeschüttelt, da wir im hinteren Bereich des Wagens nicht in Fahrtrichtung saßen und es wieder (!) keine Sicherheitsgurte und Kopfstützen gab.

Kurz vor der Aussichtsplattform ging es zu Fuß weiter. Da wir uns in einer Höhe von über 2.500 Meter befanden, war die Luft sehr dünne und der Weg sehr anstrengend. Leider konnten wir an diesem Morgen keinen Sonnenaufgang bewundern, da sich Regenwolken um den Vulkan gesammelt hatten und uns die Sicht versperrten.

Um etwa 06:00 Uhr sind wir weitergefahren. Nicht wie wir zuerst dachten Richtung Busse, sondern in Richtung eines Tales, von dem aus die Besteigung eines aktiven Vulkans möglich ist. Die Fahrt wurde immer beschwerlicher. Wir sind so richtig durchgeschüttelt worden. Im Tal angekommen, haben wir uns auf den Weg zur Besteigung des Vulkans gemacht. Die Wolken hingen an diesem Morgen so tief, dass sie fast den Boden berührten.


 

Der Weg nach oben war ein sehr anstrengender. Er war unwegsam und steil. Wir wurden immer wieder von Reitern überholt, die kaum Rücksicht auf die vielen Fußgänger nahmen. Von oben hatten wir eine tolle Aussicht auf die umliegenden Berge.

Der Rückweg war genauso schlimm wir der Hinweg, nur dass ich nun mehr mitbekam, da ich nicht immer wieder eingeschlafen bin. Das Tal sah von oben wunderschön aus und wir konnten richtig verfolgen, bis wohin die Lava nach dem letzten Ausbruch geflossen ist.

Nachdem wir die Busse erreicht haben, haben wir um ca. 08:30 Uhr mit der gesamten Gruppe wieder auf den Rückweg nach Malang gemacht. Zwischendurch haben wir ein leckeres Frühstück in einem Warung genossen.

Im Hotel hieß es dann erst einmal wieder ausruhen. Am Abend standen noch Termine an.

Vom 26.07. bis 30.07. lief unser Workshop in Malang. Im Rahmen des Kulturprogrammes und der Exkursionen haben wir uns Tempel und eine Teeplantange angeschaut.


 



Am 31.07. hieß es von den Teilnehmern Abschied nehmen. Für meine Kollegin ging es wieder nach Deutschland und ich bin in den Urlaub nach Hongkong geflogen.

Montag, 6. September 2010

und es geht los...

Hallo ihr Lieben,

jetzt geht es hier langsam los. In den nächsten Tagen, Wochen, Monaten und vielleicht auch Jahren werden hier immer wieder kleine oder große Reiseberichte von mir veröffentlicht werden.